Das DBT-Netzwerk Südwestfalen

Das DBT-Netzwerk Südwestfalen wurde 2004 von den MitarbeiterInnen der DBT-Station C9 der Hans-Prinzhorn-Klinik (HPK) in Hemer und
21 niedergelassenen PsychotherapeutInnen gegründet.

Die Gründung des Netzwerks wurde von den MitarbeiterInnen der Station C9 initiiert, da in den vorangegangenen drei Jahren stationärer dialektisch behavioraler Therapie mit Border-
linepatientInnen, die Notwendigkeit einer dialektisch-behaviorialen Weiterbehandlung im ambulanten Setting immer größer wurde.

Gleichzeitig wuchs in der ambulanten Therapie das Interesse der KollegInnen an der DBT und einer – wenn notwendig – qualifizierten stationären Therapie der ambulant versorgten PatientInnen.

Die Erfahrungen der stationären DBT sowie der ambulanten Therapie zeigten, dass insbesondere für BorderlinepatientInnen eine kontinuierliche Behandlung wichtig ist, um erzielte Therapieerfolge zu stabilisieren und weiter auszubauen.

Eine neue Vernetzung von stationärer und ambulanter DBT sollte, wenn schon nicht personell, dann zumindest hinsichtlich des Behandlungsverfahrens, zeitnah eine Kontinuität der Behandlung gewährleisten. Durch das DBT-Netzwerks Südwestfalen konnten wir diesen Anspruch inzwischen sehr erfolgreich realisieren.

Zur Zeit bieten die ca. 20 niedergelassenen PsychotherapeutInnen (Verhaltenstherapie und tiefenpsychologisch fundierte Therapie) des Netzwerks für motivierte BorderlinepatientInnen ambulante DBT-Therapieplätze an, während die Station C9 der HPK in Hemer zusammen ca. acht stationäre DBT- Therapieplätze zur Verfügung stellt, sowie Möglichkeiten zum Telefoncoaching und zur DBT-basierten Krisenintervention.

Darüber hinaus können PatientInnen, die die stationäre DBT erfolgreich durchlaufen haben und bei einer NetzwerktherapeutIn in ambulanter Therapie sind, auch an einer der ambulanten Skillgruppen teilnehmen. Die ambulanten Skillgruppen werden sowohl von MitarbeiterInnen der HPK als auch von den ambulanten TherapeutInnen geleitet. Die Voraussetzung für die Teilnahme an einer ambulanten Skillgruppe ist die Verpflichtung der PatientInnen zur DBT-gemäßen Mitarbeit, was u.a. hohe Ansprüche an regelmäßige Teilnahme, Ausführung von Diarycard und Verhaltensanalysen beinhaltet.

Seit 2008 wird die Struktur des Netzwerks auch um das Angebot der teilstationären, also tagesklinischen DBT, ergänzt. Die Tagesklinik Schwerte bietet motivierten PatientInnen z.B. nach der stationären DBT oder anstelle der stationären Therapie eine tagesklinische DBT an. In Verbindung mit einer ambulanten DBT bei einer NetzwerktherapeutIn ist somit auch für PatientInnen, für die eine vollstationäre Therapie nicht infrage kommt, die Teilnahme an der ambulanten Skillgruppe ermöglicht worden.

Besonders freuen wir uns darüber, dass unser Netzwerk seit dem Sommer 2008 durch eine Borderline-Selbsthilfegruppe aus Schwerte komplettiert wird.